In den nächsten Jahren werden vielleicht die entscheidendsten Weichen für ein zukünftiges Zusammenleben gestellt: Es geht um Frieden und Krieg, um Miteinander und Gegeneinander und darum, ob Kunst und Kultur in der Mitte der Gesellschaft gehalten werden kann.
Genau hier positioniert sich das Heinz-Hilpert-Theater mit dem Projekt „Next Stop – Theaterlabor [AT]“.
In Anlehnung an den Kulturplan Lünen 2024, nutzt das Theater die Möglichkeiten des Förderprogramms, um in einem künstlerisch profilierten Labor Maßnahmen, Methoden und Strategien zu erarbeiten, mit denen es – im Gegensatz zu den gängigen Vermittlungsangeboten (affirmativ/reproduktiv) – tatsächlich gelingt, die Verankerung des Hauses in der Stadt langfristig zu steigern und (neue) Besucher*innengruppen identitätsstiftend zu binden.
Gemeinsam mit der Kommunikationsberaterin Melanie Adriaans und in Zusammenarbeit mit den Freien Gruppen notsopretty, pulk fiktion und Un-Label sowie einer*s zusätzlichen Theaterpädagogin*en wird hierzu eine Kommunikations- und Vermittlungsstrategie entwickelt, erprobt und ausgewertet. Im Fokus stehen die Zielgruppen Kinder- und Jugendliche (Schulen) und Menschen im mittleren Alter, die sich in einer zweiten Projektphase als Ensemblemitglied der zukünftigen Bürger*innenbühne selber künstlerisch entfalten und zusammen mit Un-Label eine Produktion für die große Bühne des Hauses entwickeln.
Dabei versteht das Team des Heinz-Hilpert-Theater die auf Leitungsebene verortete Vermittlung als Querschnittsaufgabe, durch die es gelingen soll, das Haus als gesellschaftliches Miteinander stiftenden Diskursort zu etablieren. Besuchende erfahren durch Nahbarkeit ihre Selbstwirksamkeit – Multiplikator*innen nehmen sich als Gestaltende wahr. Kurz – Co-Kraetion!
SPIELRAUM_26-28_netzWERK.transfer
Die Auswahl der Kooperationspartner*innen im Bereich der Kommunikation und der forschenden Vermittlungsarbeit ist nicht zufällig mit der des Teo Otto Theater Remscheid identisch. Ziel ist es, durch Vergleichbarkeit und einen engen Austausch der an beiden Häusern Beteiligten, den Erkenntnisgewinn zu steigern und diesen in einem interkommunalen Transfer-Event mit anderen Akteur*innen im SPIELRAUM-Netzwerk zu teilen








Gesellschaftliche Debatten werden zunehmend komplexer, polarisiert und konfliktgeladen. Kulturinstitutionen, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen stehen vor der Herausforderung, ihre Positionen klar zu kommunizieren, Orientierung zu geben und gleichzeitig dialogfähig zu bleiben.
Dabei wird das Zeigen von Haltung häufig mit Parteinahme gleichgesetzt oder gar verwechselt. Parteinahme bedeutet, sich in einer konkreten politischen Frage auf eine Seite zu stellen. Haltung ist etwas anderes: Sie ergibt sich aus der Rolle und dem Auftrag einer Institution. Diese Haltung lässt sich in der Regel nicht einer politischen Seite zuordnen; sie ist die Basis, von der aus eine Institution auch in hitzigen Debatten orientiert bleibt. Ein tragfähiges Narrativ entsteht nicht aus einer Botschaft – es entsteht aus genau dieser geklärten Haltung, die sich erst dann in Sprache übersetzen lässt.
Mit dem dreistufigen online Qualifizierungs- und Austauschformat der Kulturbotschaft Berlin laden wir Fach- und Führungskräfte aus Kultur, Bildung, Verwaltung aus dem SPIELRAUM-Netzwerk ein, die eigene Haltung zu reflektieren, Narrative zu analysieren und tragfähige Kommunikationsstrategien für die eigene Praxis zu entwickeln.
In einem Wechsel aus Impulsen, individueller Reflexion, kollegialem Austausch und vertiefender Workshoparbeit schärfen die Teilnehmenden ihre institutionellen Werte und Ziele und übersetzen diese in konkrete Handlungsansätze.
Wir freuen uns auf den Austausch und auf ein gemeinsames Lernen im Netzwerk.
TERMINE_online
#1 // DO_17.09.2026_14.00 – 16.00
imPULS zu Haltung, Narrativ und Auftrag in Zeiten von Diskurskrisen
// Austausch und erste Einordnung der eigenen Praxis
max. 24 Teilnehmer*innen / einzeln belegbar
Zwischenphase / Selbstarbeit
// angeleitete Selbstarbeit zur Reflexion und Schärfung der eigenen Haltung
// fachliche Begleitung per E-Mail bei Bedarf
#2 // DO_01.10.2026_10.00 – 14.00
impACT aufbauend auf der vorangegangenen Arbeitsphase werden Ansätze, Fragestellungen und Materialien gezielt weiterentwickelt und in konkrete, tragfähige Haltungs- und Kommunikationsansätze überführt.
max. 8 Teilnehmer*innen / nur in Verbindung mit #_1 und #_3 belegbar
#3 // DO_08.10.2026_14.00-16.00
netzWERK_Peer Learning
// abschließendes Format zum Austausch und zur Reflexion der Ergebnisse
max. 24 Teilnehmer*innen / einzeln belegbar
Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail an beate.brieden@guetersloh.de möglich und werden in chronologischer Reihenfolge berücksichtigt.