Mit dem Vorhaben „NEUER SAALBAU“ entwickelt sich der Saalbau Witten zu einem offenen Kulturort der Stadtgesellschaft. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass Kulturinstitutionen in Zeiten sozialer Fragmentierung neue Räume für Begegnung, Teilhabe und gemeinschaftliche Aushandlungsprozesse schaffen müssen.
Schon in der ersten SPIELRAUM-Förderphase_23-25 hat das Saalbau-Team erfolgreich neue Formate, Arbeitsweisen und Kooperationen erprobt. Nun geht es darum, diese Ansätze dauerhaft in der Struktur des Hauses zu verankern und den Saalbau als kulturelle Infrastruktur für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in drei miteinander verbundenen Entwicklungsfeldern zu öffnen:
I. Das Foyer wird zu einem niedrigschwelligen Ort des Aufenthalts, der Begegnung und des kulturellen Austauschs. Es schafft Raum für informelle Nutzung ebenso wie für künstlerische Interventionen, Gespräche und gemeinschaftliche Aktivitäten. Damit wird die Schwelle zwischen Kulturinstitution und Stadtgesellschaft bewusst abgesenkt.
II. Dabei agiert das vielfältig besetzte Stadtensemble ENSEMBLE_X als künstlerisches Bindeglied zwischen professionellen und nichtprofessionellen Akteur*innen wie auch zwischen Haus, Stadt und Publikum. Es entwickelt Formate, die Themen und Erfahrungen der Stadtgesellschaft aufgreifen, übersetzt sie in künstlerische Prozesse und schafft neue Zugänge für Menschen, die bislang wenig Berührung mit dem Kulturbetrieb hatten.
III. Künstlerisch flankierend werden im Rahmen von Residenzen, Koproduktionen und experimentellen Ansätzen neue Formen der Zusammenarbeit erforscht.
Es entstehen neue Formen der Zusammenarbeit und nachhaltige Netzwerke zwischen Kunst, Bildung und Zivilgesellschaft, in denen Diversität, Inklusion und kulturelle Teilhabe handlungsleitende Prinzipien sind. Bis 2028 soll der Saalbau als lebendiger Kulturort etabliert sein, an dem kulturelle Produktion, gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Öffentlichkeit selbstverständlich zusammenwirken.
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Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen werden im Rahmen des jährlich stattfindenden Transferlabors NEUER SAALBAU mit Akteur*innen aus Gastspielhäusern, Kulturverwaltungen und der Freien Szene geteilt und reflektiert. Das Format versteht sich nicht als Best-Practice-Präsentation, sondern als kollegialer Lern- und Erfahrungsraum. Ergänzend werden Prozesse, Methoden und Erkenntnisse digital dokumentiert und dem SPIELRAUM-Netzwerk zur Verfügung gestellt.

Bei dem kurzen Info-Termin erfahren die Teilnehmenden alles Wissenswerte über das Förderprogramm, in dem sich Akteur*innen aus der Freien Szene in Kooperation mit Veranstalter*innen im ländlichen Raum bewerben können.
Für künstlerische Projekte können bis zu 15.000 Euro beantragt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November 2026.
Wir freuen uns Michael Zier vom Landesbüro Freie Darstellende Künste bei diesem imPULS begrüßen zu dürfen, der auch die Veranstaltung „Vernetzen & Matchen“ am 28. Oktober 2026 / 17.00 bis 19.00 Uhr leiten wird. Wir empfehlen, auch diesen Termin schon einmal vorzumerken.
ORT online
ZEIT MO_26. Oktober / 14.00 – 14.30
MIT Michael Zier, LFDK-NRW
ANMELDUNG per E-Mail an beate.brieden@guetersloh.de