Alice wundert sich nicht mehr

Hikkikomorie? Ein Begriff für Menschen, die ihr Zimmer nicht mehr verlassen…

… wie Alice, der Protagonistin dieser Produktion. Bis drei Wesen aus der Wunderwelt von Lewis Carrols in ihrem Zimmer erscheinen, die neugierig auf die digitale und die reale Welt schauen. Die nicht entscheiden, welche Welt die richtige ist, sonder Raum geben, um ein Miteinander beider Welten zu ermöglichen.

„Alice wundert sich nicht mehr“ ist eine spartneübergreifende Inszenierung, in der Tanz, Puppenspiel und Musik die Handlung transportieren – auf einem Spaziergang zwischen Theater und einem grünen Ort.

Eine Phantasie anregende Erfahrung, die der Ausgangspunkt für anschließende Workshops ist, in denen das junge Publikum eigene künstlerische Ideen umsetzt.

 

Idee & Choreographie Jelena Ivanovic Musik Goran Kovacevic Darsteller Damiaan Veens, Ricardo Campos Freire, Nadia Ihjeij, Rainer Besel, Sascha von Zambelly, Jelena Ivanovic Fotos Karina Ter

weitere Infos zum Förderprogramm:
// DIE DEUTSCHE BÜHNE / SPIELRAUM-Themenheft

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Next Stop – Theaterlabor [AT] // Heinz-Hilpert-Theater Lünen

In den nächsten Jahren werden vielleicht die entscheidendsten Weichen für ein zukünftiges Zusammenleben gestellt: Es geht um Frieden und Krieg, um Miteinander und Gegeneinander und darum, ob Kunst und Kultur in der Mitte der Gesellschaft gehalten werden kann.

Genau hier positioniert sich das Heinz-Hilpert-Theater mit dem Projekt „Next Stop – Theaterlabor [AT]“.
In Anlehnung an den Kulturplan Lünen 2024, nutzt das Theater die Möglichkeiten des Förderprogramms, um in einem künstlerisch profilierten Labor Maßnahmen, Methoden und Strategien zu erarbeiten, mit denen es – im Gegensatz zu den gängigen Vermittlungsangeboten (affirmativ/reproduktiv) – tatsächlich gelingt, die Verankerung des Hauses in der Stadt langfristig zu steigern und (neue) Besucher*innengruppen identitätsstiftend zu binden.

Gemeinsam mit der Kommunikationsberaterin Melanie Adriaans und in Zusammenarbeit mit den Freien Gruppen notsopretty, pulk fiktion und Un-Label sowie einer*s zusätzlichen Theaterpädagogin*en wird hierzu eine Kommunikations- und Vermittlungsstrategie entwickelt, erprobt und ausgewertet. Im Fokus stehen die Zielgruppen Kinder- und Jugendliche (Schulen) und Menschen im mittleren Alter, die sich in einer zweiten Projektphase als Ensemblemitglied der zukünftigen Bürger*innenbühne selber künstlerisch entfalten und zusammen mit Un-Label eine Produktion für die große Bühne des Hauses entwickeln.

Dabei versteht das Team des Heinz-Hilpert-Theater die auf Leitungsebene verortete Vermittlung als Querschnittsaufgabe, durch die es gelingen soll, das Haus als gesellschaftliches Miteinander stiftenden Diskursort zu etablieren. Besuchende erfahren durch Nahbarkeit ihre Selbstwirksamkeit – Multiplikator*innen nehmen sich als Gestaltende wahr. Kurz – Co-Kraetion!

SPIELRAUM_26-28_netzWERK.transfer
Die Auswahl der Kooperationspartner*innen im Bereich der Kommunikation und der forschenden Vermittlungsarbeit ist nicht zufällig mit der des Teo Otto Theater Remscheid identisch. Ziel ist es, durch Vergleichbarkeit und einen engen Austausch der an beiden Häusern Beteiligten, den Erkenntnisgewinn zu steigern und diesen in einem interkommunalen Transfer-Event mit anderen Akteur*innen im SPIELRAUM-Netzwerk zu teilen > mehr

SPIELRAUM_26-28 … die Jury hat entschieden!

Am 13. Mai 2026 hat die Jury getagt und insgesamt 13 Projekte für die Förderung empfohlen.
Wir freuen uns, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln aktuell acht davon fördern zu können:

Parktheater Iserlohn "Dein Raum. Dein Theater."
Heinz-Hilpert-Theater Lünen "Next Stop - Theaterlabor [AT]"
Kreis- und Hochschulstadt Meschede "Oh Yeah!"
Monheimer Kulturwerke "WIR SIND DRAN! Ein performatives Forschungungsprojekt..."
Teo Otto Theater Remscheid "Made in Remscheid - Wir wollen's wissen!"
Apollo-Theater Siegen e.V. "VEREINT e.V. - Ein dreijähriges theatrales Forschungsprojekt"
Theater & Konzerthaus Solingen "Türen öffnen"
Kulturforum Witten "DER NEUE SAALBAU - Ein Haus der Stadt"

Unser Dank gilt allen Bewerber*innen, die mit Engagement und transformativer Kreativität ihre jeweiligen Projektkonzeptionen entwickelt haben, in denen  einmal mehr die großartigen Potentiale von Gastspielhäusern sichtbar wurden!

Danken möchten wir ebenfalls den Jurymitgliedern, die die Herausforderung der Auswahl angenommen und im konstruktiven Diskurs zu einem Ergebnis gekommen sind, wie auch den beratenden Kolleginnen vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, dem Landesbüro Freie Darstellend Künste NRW und dem nrw landesbuero tanz.

Weiter Informationen zu den Projekten folgen in Kürze.

SPIELRAUM_26-28 - ein Netzwerk! > mehr

Heinz-Hilpert-Theater

Am Rande der Lüner Innenstadt, direkt an der Lippe, liegt das 1958 eröffnete Heinz-Hilpert-Theater. Es ist beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsort in Lünen und aus den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken.

Die Räumlichkeiten des denkmalgeschützten Gebäudes sind im Stil der 1950er Jahre gehalten. Architekt war der damals wohl bekannteste Theaterarchitekt Professor Gerhard Graubner, der nicht nur die Fassade, sondern auch die innere Gestalt des Hauses entwarf. Besonderer Wert wurde dabei auf die Qualität der verwendeten Materialien und die Art der Verarbeitung gelegt. Das Gebäude als Gesamtkunstwerk sollte als Rahmen für qualitätvolle Inhalte dienen. 2018 wurde das Theater als „Big Beautiful Building“ ausgezeichnet.

Außergewöhnlich in der Bühnentechnik ist die Lösung für den Eisernen Vorhang, dieser liegt vor dem Orchestergraben und ermöglicht so die Integration der Vorbühne in die Spielfläche. Das Theater bietet 762 Plätze, davon 122 in den 13 Logen. Der Bühnenraum ist 22,50 Meter breit und 25,30 Meter tief, die Hauptbühne umfasst 315 Quadratmeter, die Seitenbühne 185 Quadratmeter.

Das Heinz-Hilpert-Theater ist das einzige Volltheater im Kreis Unna. Gute Sicht von allen Plätzen, eine hervorragende Akustik, ein liebevoll zusammengestelltes Gastspiel-Programm aus nahezu 100 Veranstaltungen aller Sparten und Genres und nicht zuletzt die meist kostenfreien Parkplätze direkt vor der Tür, sorgen für ein einzigartiges Theatererlebnis in der Nostalgie der 50er Jahre.

Fotos: G. Boldstein, Manfred Boblitz, Photoclub Lünen > mehr