In der zweiten Folge des SPIELRAUM-Podcasts stellen Andrea Krauledat, Intendantin des Stadttheater Minden, und Christian Schäfer, künstlerischer Leiter Theater Gütersloh, ihre SPIELRAUM-Projekte vor und kommen mit Projektkoordinatorin Beate Brieden über das Förderprogramm und die Bespieltheaterszene ins Gespräch.
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AUSSER HAUS – HEUTE SIND WIR IM GESTERN UND MORGEN (UA)
Wenn wir Vergangenes als Tradition verorten und die Zukunft ungewiss ist, wie sieht dann das Heute aus? Und… wer ist überhaupt wir?
Diese Fragen loten das Sauerlandtheater Arnsberg in Kooperation mit dem Tänzer und Choreografen Manuel Quero sowie der Künstlerkommune Altes Jagdhaus Visbeck in der künstlerischen Auseinandersetzung mit historischen Orten aus. Gemeinsam mit weiteren Tänzer*innen, Musiker*innen und Laiendarsteller*innen entsteht eine performative Stadtwanderung, die facettenreiche Blicke auf das eröffnet, was war, das Gegenwärtige erleben lässt und Impulse für Zukunftsperspektiven gibt.
Bildergalerie 1. Netzwerktreffen SPIELRAUM in Remscheid
Am 6. September 2023 fand das erste Netzwerktreffen für das Förderprogramm SPIELRAUM in Remscheid statt. Einen Eindruck von der Veranstaltung erhalten Sie in der Bildergalerie.
Seit dem 1. Januar 2023 läuft das Förderprogramm SPIELRAUM – Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Bespieltheater in den Mitgliedsstädten des Kultursekretariat NRW Gütersloh zu stärken (KS NRW GT). Dazu haben das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW (MKW), das NRW-Landesbüro Freie Darstellende Künste (LFDK) und Vertreter*innen der INTHEGA, Fachverband der Gastspielbranche in Zusammenarbeit mit dem KS NRW GT Förderbausteine entwickelt, in denen die Potentiale der antragsberechtigen Häuser und der professionellen Szene produzierend und tourend synergetisch entfaltet werden können.
Dem im Kontext von Sichtbarkeit und Wahrnehmung besonders relevanten Feld der Öffentlichkeitsarbeit, der Kulturvermittlung und des Audience Development trägt das Programm mit einem eigens hierzu konzipierten Baustein Rechnung.
Im Mix entstehen Formate, die passgenau auf Profil und Zielsetzung der Häuser abgestimmt sind. Aktuell sind acht Projekte ausgewählt, wobei in einem gleich drei Kommunen kooperieren.
AUSSER HAUS – HEUTE SIND WIR IM GESTERN UND MORGEN Arnsberg // Sauerland-Theater & Künstler*innen
Der Einladung hierzu sind fast 70 Kulturakteur*innen aus NRW und dem gesamten Bundesgebiet gefolgt. Jenseits von Vortragsreihen und theoretischen Impulsen knüpften Bespieltheater, professionelle Freie Gruppen, Kulturvermittler*innen und Multiplikator*innen Kontakte durch Speed-Datings und ergründeten in dynamischen Workshop-Formaten, wie die Zusammenarbeit von Bespieltheatern und Freier Szene gelingen kann. So wurden Ideen für gemeinsame Projekte kreiert, die im Programm SPIELRAUM realisiert werden können. Regisseur Dominique Schnizer moderierte das Netzwerktreffen.
„Das Kultursekretariat erprobt an diesem Tag ein neues, offenes Format, das dazu anregen soll, eine Brücke zwischen zwei unterschiedlichen Theaterwelten zu schlagen,“ erläutert SPIELRAUM-Programmkoordinatorin Beate Brieden. „Mit dem vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderten Programm können Kooperationsprojekte entstehen, die Anstoß für eine nachhaltige Zusammenarbeit geben.“
Geschäftsführerin Antje Nöhren ergänzt: „Ein zentrales Anliegen des Programms SPIELRAUM ist die Förderung der Bespieltheater im Netzwerk des Kultursekretariats. Wir sprechen da über rund 50 Häuser, die in kleinen und mittleren Städten sehr wichtig für das regionale Kulturangebot sind. Die Verknüpfung der professionellen Freien Szene mit den Bespieltheatern kann spannende Impulse für das Publikum liefern. In diesem Sinne hat die heutige Veranstaltung einen Impuls für eine im besten Fall nachhaltige Erweiterung des Netzwerks gegeben.“
So kann und wird es weitergehen. Den Wunsch nach noch mehr Austausch, zusätzlichen Angeboten und weiterenTreffen greifen Kultursekretariat, Landesbüro und INTHEGA bei der weiteren SPIELRAUM-Profilierung auf und laden alle Beteiligten ein, sich an dem Dialog zu beteiligen. Gerne zu den beim 1. Treffen identifizierten Schwerpunkten:
Themen, zu denen Produktionen/Vermittlungsformate entwickelt werden
Diversität und Inklusion
Audience development
Anfragen richten Sie per E-Mail oder telefonisch bei der SPIELRAUM-Projektkoordinatorin beate.brieden@guetersloh.de / 05241 21184-17.
SPIELRAUM ist ein Projekt des Kultursekretariat NRW Gütersloh und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Bühne der Stille 2.0 – Schüler*innen aus Remscheid erschaffen freiversum
Die Bühne der Stille 2.0 lädt das Publikum ein, über die Rolle von Social-Media bei der Gestaltung unserer Welt und unseres Selbstverständnisses nachzudenken und das kreative, verbindende und stimmgebende Potenzial dieses mächtigen Mediums zu erkunden.
Unter der Leitung von #5630 e.V., einem interdisziplinären Team aus Künstler*innen, Pädagog*innen und Expert*innen, erforschten Schüler*innen und Lehrer*innen des Getrud-Bäumer-Gymnasiums Remscheid die Wunder und Gefahren dieser komplexen und oft verwirrenden Welt. Sie diskutierten und erörterten das kreative Potenzial der Sozialen Medien, aber auch ihre Fähigkeit zu Konflikten und Zerstörung und setzten sich mit den grundlegenden Fragen auseinander:
Was ist Realität? Was ist Fiktion?
Dabei entstanden ist ein Ausstellungskonzept, das das schöpferische, verbindende und stimmgebende Potential von Social Media auf der eine Seite und das Konfliktpotential, die Zerstörungs- und Zersetzungskraft auf der anderen Seite unmittelbar erlebbar macht.
Im interaktiven Ausstellungsraum wurde die eigens komponierte Musik so angeordnet, dass sie mittels Sensoren steuer- und veränderbar ist. Ein Spiegel lässt durch ein Portal in die neugeschaffene digitale Welt, das freiversum, blicken. Darin ist der Avatar von Lilli, einer der entworfenen Protagonistinnen, zu sehen, die auf die Bewegungen der Besucher*innen reagiert. Über eine Künstliche Intelligenz können die Besucher*innen das freiversum aktiv mitgestalten.
Der Ausstellung war vom 3. bis zum 10. Februar 2023 im Gertrud-Bäumer-Gymnasium in Remscheid zu sehen, wo auch die Workshops stattgefunden haben. Langfristiges Ziel ist, die Geschichten der entworfenen Protagonist*innen mit einer professionellen Produktion auf der Theaterbühne zu präsentieren.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie in der Dokumentation (PDF, nicht barrierefrei).
Im Rahmen der Bespieltheater-Förderung in NRW startet das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) ein neues, gemeinsam mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh (KS NRW) und einem Arbeitskreis der Bespieltheater in NRW entwickeltes Förderprogramm, das Projekte und Produktionen in NRW fördert. Die übergeordnete Zielsetzung des Programms SPIELRAUM ist es, Potenziale und Synergien zwischen Freier Szene und Bespieltheatern in NRW auszubauen.
SPIELRAUM knüpft an das Vorgängerprojekt Heimwärts an. In Kürze erhalten Sie auf dieser Webseite Informationen zum Förderprogramm und den geförderten Produktionen.
Foto: Theater Marabu Bonn, „Der Bär, der nicht da war“, Foto Ursula Kaufmann
The ceremony is about to begin
Doors (No Exit) – Ein dubioses Schauspiel mit Musik
Vor dem Unterzeichnen eines Vertrags sollten die AGB gründlich gelesen werden – diese Einsicht kommt für die drei Protagonist*innen im Stück „Doors (No Exit)“ zu spät: Sie melden sich auf eine Anzeige im Internet und wollen eine Nacht in dem Appartement in der Pariser Rue Beautreillis verbringen. Dass nicht alle das Appartement des vor über 50 Jahren verstorbenen Jim Morrison lebend verlassen, haben sie überlesen.
Musiker Joe, der nach Inspiration für sein zweites Album sucht und Soziologie-Studentin Ada, die ihre Bachelorarbeit zum Thema „Kill your idols“ schreibt und Sängerin von „LEK“ (Lesbisches Elektronik Kollektiv) ist, werden als erstes von dem fragwürdigen Liftboy in das Appartement geführt. Über der Zurschaustellung ihrer eigenen künstlerischen Darbietungen und dem Philosophieren über Mainstream, unzeitgemäßen Idolen und Musik vergessen sie beinahe den wiederholten Hinweis des Liftboys: Sie haben nicht nur für eine Nacht eingecheckt.
Erst als sie merken, dass die Instrumente die fehlenden Möbelstücke nicht aufwiegen können, ihre Fluchtversuche scheitern und Valeria, die sich „Angel“ nennt und an einem Morrison-Musical arbeitet, eincheckt, ahnen die drei, in welche prekäre Situation sie sich gebracht haben.
Der Liftboy, der die drei Bewohner*innen inzwischen mit Hasch-Oblaten und einer mysteriösen roten Flüssigkeit auf eine andere mentale Ebene befördert hat, verkündet, dass sie an einer Competition teilnehmen müssen. Der am besten performte Doors-Song entscheidet darüber, wer das Appartement wieder verlassen darf.
In Anlehnung an Satres „Geschlossene Gesellschaft“ entsteht mit „Doors“ eine Eigenproduktion des Theaters Gütersloh, bei der die Zuschauer*innen mit viel Musik tief in den Kosmos Jim Morrisons eintauchen.
Am 3. September 2022 feierte das dubiose Schauspiel von Fink Kleidheu Premiere.
„Als bei unserem langjährigen Kooperationspartner, den Ruhrfestspielen Recklinghausen, vor fast zehn Jahren ein Frankreich-Schwerpunkt angedacht war, kam mir der Gedanke, Jean-Paul Sartre und Jim Morrison zu verknüpfen. In meinem Kopf verbandelten sich die „Geschlossene Gesellschaft“ des großen französischen Existenzialisten, in der er 1944 eine Hölle ganz ohne Fegefeuer skizziert, und die Textzeile „No one here get’s out alive“, mit welcher der begnadete amerikanische Lyriker und Frontman der Doors den Skandal unserer endlichen Existenz beschreibt. Morrison starb in Paris und so wurde sein dortiges Appartement zur Destination für unseren heiter-musikalisch-existenzialistischen Trip. Zum 50. Todestag von Morrison, 2021, schien mir der Zeitpunkt gekommen, um aus der Idee endlich ein Stück entstehen zu lassen. Natürlich enthält es eine Menge Doors-Songs, aber es wird auch neue Songs von Tilman Rammstedt und Svavar Knútur geben. Leider mussten wir die Premiere aufgrund der Corona-Pandemie zweimal verschieben und freuen uns umso mehr, dass das Stück endlich zur Aufführung kommt“, so Regisseur Christian Schäfer.
Fachtag Bespieltheater am 29. April 2022 in Leverkusen
Am 29.04. veranstaltet das Kultursekretariat NRW Gütersloh gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der INTHEGA, dem Büro der Landestheater und dem FORUM der KulturStadtLev einen Fachtag für „Bespieltheater“.
Im Rahmen der Konferenz sollen die Ergebnisse der landesweiten actori-Umfrage zur Bestandsaufnahme der „Bespieltheater“ in NRW vorgestellt werden und die daraus abgeleiteten Eckpunkte für ein zielgerichtetes Landesförderprogramm, die diskutiert und konkretisiert werden sollen.
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